Luise Marchand. Aussicht auf Gewinn
Die Ökonomie des Begehrens, die Dynamik kapitalistischen Gewinnstrebens und das Verhältnis von Arbeit und Spiel sind die zentralen Themen der drei Werkgruppen von Luise Marchand, die in ihrer Ausstellung bei Camera Austria zu sehen sind. Die Künstlerin untersucht, wie Mensch und Natur in Zeiten maximaler Flexibilisierung und multipler Krisen zugerichtet werden und bedient sich dabei der Ästhetik und des Bildvokabulars der Werbeindustrie. Sie nähert sich ihren Themen, indem sie in verschiedene Arbeits- und Lebensrealitäten eintaucht oder auf Beobachtungen aus ihrem unmittelbaren Umfeld zurückgreift. In Graz sind die Protagonist*innen Schnecken auf Geld, High-Performance-Produkte und die Arbeiter*innenkörper. Mit der Inszenierung ihrer Bilder im Raum lädt Marchand die Besucher*innen dazu ein, im Spiel über unsere profitorientierte Leistungsgesellschaft nachzudenken – und dabei durchaus auch subversive Strategien in Betracht zu ziehen.
Camera Austria, Graz
Luise Marchand





